Montag, 11. März

Heute machen wir einen Ruhetag in diesem schönen Camp und genießen das Nichtstun. Das Wetter erreicht mittlerweile sommerliche Temperaturen, so dass wir uns zum Mittagessen schon in den Schatten einer schönen Steineiche begeben. Unsere Wintersachen motten wir ein und verstauen sie hinten in der „Garage“. Bei einem kleinen Rundgang treffen wir eine Schildkröte, die es sich im Gras gut gehen lässt.
Camping esprit nature
Camping esprit nature
Mittagessen im Schatten
Mittagessen im Schatten
Schildkröte
Schildkröte
Kleine Abkühlung
Kleine Abkühlung

Dienstag, 12. März

Als Ziel für heute haben wir uns das „vallee du paradies“ ausgesucht. Ein schmales Tal, von einem Fluss geschnitten, gesäumt von Palmen. Von zwei Seiten soll es erreichbar sein, wir wählen die Seite, die für uns am nächsten liegt. Doch wir haben noch nicht mal ein Drittel der Strecke hinter uns, da heißt es wieder umkehren. Die Straße ist nicht befahrbar. Wir nehmen die nächste Zufahrt und alles ist im grünen Bereich. Wenn nicht die Baustellen wären, die aus dem vallee du paradies auch ein Paradies für Autofahrer machen sollen. Nach der Taldurchfahrt schrauben wir uns noch auf tausendzweihundert Meter Höhe hinauf und finden einen Stellplatz bei einem Hotel/Restaurant. Wir genießen die Aussicht auf ein wunderschönes Bergpanorama von der Hotelterasse aus. Nachts stören nur einige aufgeregte Hunde unseren Schlaf.
Pause an der Steilküste
Pause an der Steilküste
Blick ins vallee du paradies
Blick ins vallee du paradies
Im vallee du paradies
Im vallee du paradies
Paradiesvogel
Paradiesvogel

Mittwoch, 13. März

Von unserem Platz am Hotel brechen wir rechtzeitig auf in Richtung Tafraoute. Unterwegs haben wir noch ein kleines Problem zu meistern. Unser Kühlschrank arbeitet auf Gas nicht so, wie wir es gerne hätten. Im Womo-Führer finde ich eine Adresse einer Werkstatt in Agadir, die auf solche Fälle spezialisiert ist. Mit den Geodaten lotst uns das Navi sicher zu der angegeben Adresse. Und siehe da: Wir sind bei Meistern ihres Faches gelandet. Innerhalb einer Stunde ist der Kühlschrank repariert und wir können fröhlich weiterziehen. Die Tour führt uns durch den Antiatlas. Es empfängt uns eine wunderschöne Berglandschaft aber unsere Durchschnittsgeschwindigkeit liegt eher im unteren Bereich. In Tafraoute finden wir wieder Platz unter den zwei Palmen wie im letzten Jahr.
Im Anti-Atlas
Im Anti-Atlas
Dito
Dito

Donnerstag, 14. März

Der Tag begrüßt uns mit der aufgehendenSonne über den roten Granitfelsen, die unseren Stellplatz rundherum umgeben. Es ist schon eine Besonderheit der Natur, dieser Platz. Ein riesiges Plateau, bestanden mit Palmen und Arganien, das von den roten Felsen weitläufig eingefasst ist. Ein Paradies für „Freisteher“. Dabei ist auch hier an die Ver- und Entsorgung gedacht: Die Toilette kann in einem Schacht entsorgt werden, frisches Wasser liefert jeden Tag ein Tankwagen, der über das Gelände fährt. Die Müllabfuhr leert täglich die Mülltonnen. Trotzdem ist es kein Camping- oder Stellplatz im eigentlichen Sinne, da die Fläche so groß ist. Gelegentlich treiben Hirten ihre Ziegen- oder Schafherden durchs Gelände. Die arme Bevölkerung hat längst erkannt, dass mit diesen Leuten in den Wohnmobilen Geld zu verdienen ist. Das beginnt schon am frühen Morgen mit dem Brotverkäufer, es geht weiter mit Ziegenkäse, Honig, Makronen, Wäschewaschen und der Zubereitung von Tajinen zum Abendessen. Wir sind rundum versorgt. Das alles bei sommerlichen Temperaturen und sehr kleinen Preisen. Kein Wunder, das der Platz beliebt ist. Er ist besonders von Franzosen, die sich hier immer noch zuhause fühlen, zu über 90 % belegt.
Unser Platz unter Palmen
Unser Platz unter Palmen
Plateau
Plateau
Arganienbäume
Arganienbäume
Unterwegs im Gebirge
Unterwegs im Gebirge
Ziegen zu Besuch
Ziegen zu Besuch
Kontaktaufnahme
Kontaktaufnahme

Freitag, 15. März

In Tafraoute wollen wir etwas länger bleiben. Wir genießen das Frühstück in der Sonne und die sich mit dem Sonnenstand ändernden Farben des Granitgebirges. Je nach Einstrahlung changieren sie von einem gräulichen Rosa zu einem kräftigen Rot. Die Temperaturen sind sommerlich und steigen am Mittag bis auf dreißig Grad. Am Nachmittag machen wir einen Rundgang durch den Ort. Die „öffentlich rechtlichen“ Bereiche um Moschee, Schule, Verwaltung sind wie fast überall in Marokko sehr ordentlich hergerichtet. Im Souk herrscht pralles Leben, wie woanders auch, doch haben wir den Eindruck mit etwas höherem Standard. Eine neue Markthalle für Obst und Gemüse ist errichtet worden, die für Fleisch ist an einem anderen Ort. Dazu gibt es noch unzählige andere Verkausstellen.
Erbsen döppen, wie früher zuhause
Erbsen döppen, wie früher zuhause
Palmenallee
Palmenallee
Schule
Schule
Tafraoute im Anti-Atlas, im Hintergrund die neue Markthalle
Tafraoute im Anti-Atlas, im Hintergrund die neue Markthalle
Wir beobachten das bunte Treiben bei einem Tee
Wir beobachten das bunte Treiben bei einem Tee
Handwerkerviertel
Handwerkerviertel

Samstag, 16. März

Um der Mittagshitze zu entgehen, brechen wir schnell nach dem Frühstück zu einer kleinen  Rundwanderung auf. Wir wollen das Gebiet um unser Stellplatz-Plateau erkunden. Unterwegs begegnen wir Hirten mit ihren Ziegen und Schafen, wir entdecken noch andere Plätze, auf denen sich Wohnmobilisten eingerichtet haben und sind natürlich begeistert von der umgebenden Natur. Unser Rundgang endet in Tafraout im Café Marrakesch, wo wir unseren Durst mit frisch gepresstem Orangensaft löschen. Das Café atmet den Charme des vergangenen Frankreich. Sehr liebenswert. Von der Terasse aus, kann man das Treiben in der Straße trefflich beobachten. Zurück am Womo rumpelt der Wassertankwagen über den Platz. Für einen kleinen Obulus wird unser Wasservorrat für die nächsten Tage wieder aufgefüllt.
Unser Stellplatz von oben
Unser Stellplatz von oben
Ziegenhirtin im Gelände
Ziegenhirtin im Gelände
Ziegen am stacheligen Arganstrauch
Ziegen am stacheligen Arganstrauch
Restaurant/Café Marrakesch
Restaurant/Café Marrakesch
Wassertanke vor der Womotür
Wassertanke vor der Womotür

Sonntag, 17. März

Heute ist unser Hochzeitstag. Außerdem hat Kerstin Geburtstag. Wir erreichen sie ohne Probleme per Telefon, um ihr zu gratulieren. Wir haben wie immer eine marokkanische SIM-Karte. Hier gibt es überall gute Telefon- und Internetverbindung zu kleinem Preis. 
Zur Feier des Tages gehen wir heute Mittag in ein kleines marokkanisches Restaurant, das allenthalben empfohlen wird. Ein guter Griff: Wir wählen eine Tajine - eine mit Rindfleisch, Pflaumen und Mandeln und die andere nach Art des Hauses. Wir sind pappsatt und verzichten für heute auf jede weitere Nahrungszufuhr.
Marokkanisches Restaurant
Marokkanisches Restaurant
Tajine, Tajine
Tajine, Tajine