Dienstag, 22. Juni

Wir sind wieder unterwegs nach Westen. Heute wollen wir zum Kloster Preveli, ein Kloster hoch über dem Mittelmeer, das während der Besetzung durch Deutsche Truppen eine besondere Rolle gespielt hat. Doch dazu später. Zunächst fahren wir durch eine grüne Berglandschaft in der immer wieder kleine Kapellen die Verwurzelung der Bevölkerung mit dem Glauben demonstrieren. Wir biegen von der Hauptstraße ab, Richtung Kloster, und kommen durch eine riesige Schlucht - man meint durch eine Klamm in Östereich zu fahren, nur das Gebirge links und rechts türmt sich höher auf. Nach unzähligen Serpentinen erreichen wir die Gedenkstätte, die an die Besatzungszeit erinnert. Die Mönche des Klosters bildeten gemeinsam mit versprengten Truppenteilen der Engländer, unter ihnen Australier und Neuseeländer, und Teilen der Bevölkerung, eine Widerstandsorganisation gegen das Besatzungsregime. Bis zu ihrer Entdeckung war diese Aktion auch erfolgreich. 
Das Kloster selbst lässt heute davon nichts mehr erkennen. 
Unser nächstes Ziel ist Chora Sfakio an der Küste. Nach längerem Suchen finden wir auch den richtigen Weg und erreichen nach einer Fahrt auf einer Panoramastraße entlang der Küste mit fantastischen Ausblicken unser Ziel. Im kleinen Hafen stärken wir uns in einer Taverne und bewundern dann beim Bummel entlang der Wasserlinie das Licht der untergehende Sonne. 
Kapelle am Straßenrand
Kapelle am Straßenrand
Im Gebirge
Im Gebirge
Gedenkstätte
Gedenkstätte
Klosterkirche
Klosterkirche
Mönchsklausuren
Mönchsklausuren
Erfrischung unterwegs
Erfrischung unterwegs
Hafen von Chora Sfakion
Hafen von Chora Sfakion
Abendstimmung
Abendstimmung

Mittwoch, 23. Juni

Mittlerweile ist es heiß, wir verlassen den Parkplatz in Chora Sfakion, der uns als Stellplatz gedient hat, in der Frühe und machen uns auf den Weg nach Paleochora. Dazu müssen wir uns in kürzester Zeit auf geschätzt über tausend Meter Höhe bringen. Eine Serpentine geht in die nächste über, die Aussicht wird immer phantastischer. Einmal oben, geht die Fahrt durch angenehme Berglandschaft weiter. In Paleochora nehmen wir Quartier auf dem „Camping Grammeno“, auch ein kleiner Platz, mit viel Schatten direkt am Sandstrand.
In der Serpentine
In der Serpentine
Blick zurück
Blick zurück

Donnerstag, 24. Juni

Paleochora ist ein hübscher Ort - die Altstadt liegt auf einer Landzunge und wird von einem kleinen Kastell gekrönt. Mit dem Motorrad erreichen wir den Ort vom Campingplatz aus in wenigen Minuten. Heute wollen wir uns noch etwas umsehen, Fisch einkaufen und einige andere Dinge für unseren Speiseplan. Beim Fischer gibt es ein gutes Angebot an frischem Fisch: Wir erstehen zwei Spigole, einen Kalamar und ein Pfund Sardinen. Damit ist unser Eiweißbedarf für den Rest der Woche gedeckt. Mittlerweile steigen auch hier die Temperaturen; nach der Rückkehr nehmen wir zunächst ein erfrischendes Bad im Meer. Dann werden die beiden Spigole gegrillt und die Sardinen für morgen in eine Marinade aus Olivenöl, Petersilie, Knoblauch und Salz eingelegt. Den Kalamar werden wir vermutlich grillen. 
Paleochora
Paleochora
Dorfstraße
Dorfstraße
Beim Fischer
Beim Fischer
Unser Strand
Unser Strand
… vom Wasser aus
… vom Wasser aus

Freitag, 25. Juni

Den warmen Sommerabend nutzen wir, um mit dem Motorrad nach Paleochora zu fahren. Dort essen wir ein Eis, das sich in seiner Qualität mit dem italienischen auf alle Fälle messen lassen kann. Nur im Preis liegt man hier doch einiges darunter, was den Genuss steigert. Es ist eine schöne Atmosphäre, hier im Eiscafé am Wasser.
Eisgenuss pur
Eisgenuss pur
Auf geht’s!
Auf geht’s!

Sonntag, 27. Juni

Wir haben uns mit der Hitze arrangiert: Morgens, wenn es noch frisch ist, machen wir unser Sportprogramm, gehen anschließend schwimmen und frühstücken dann in aller Ruhe. Je nach Befindlichkeit lesen wir dann oder fahren noch nach Paleochora zum Einkaufen.
Mit dem Essen ist das so eine Sache - isst man zu früh, ist es eigentlich zu heiß. Isst man spät, stört die Verdauungsarbeit den geruhsamen Schlaf. Den optimalen Zeitpunkt haben wir noch nicht gefunden. Am besten sind kleinere Mahlzeiten oder Obst, wenn es sehr heiß ist. Aber gelegentlich möchte man ja doch den eingekauften Fisch auf den Tisch bringen.
Lesestunde
Lesestunde
Blick auf die Bucht des Campingplatzes, im Hintergrund Paleochora
Blick auf die Bucht des Campingplatzes, im Hintergrund Paleochora

Dienstag, 29. Juni

Auf unserem Platz gibt es einen Wurf junger Kätzchen, die miteinander umhertollen, Campinggäste umschmeicheln und auch sonst allerlei Schabernack treiben. Besonders aufregend für sie wird es, wenn sie versuchen, einen hier vorkommenden „gefleckten Walzenskink“ zu erwischen. Der Walzenskink ist eine Echsenart, die in Kreta häufig, sonst aber im Mittelmeerraum selten anzutreffen ist.
Kätzchen auf der Lauer
Kätzchen auf der Lauer
Walzenskink
Walzenskink
Kätzchen auf der Jagd
Kätzchen auf der Jagd